Wenn Sie psychotherapeutische Unterstützung suchen, möchten Sie sich fachlich gut aufgehoben fühlen und verstehen, wie Ihre Behandlung gestaltet wird.
Dazu gehören eine sorgfältige Diagnostik, wissenschaftlich begründete Entscheidungen und eine Zusammenarbeit, in der Ihre Fragen und persönlichen Grenzen ernst genommen werden.
Qualität zeigt sich nicht allein in Zertifikaten oder der Bezeichnung einer Methode. Entscheidend ist auch, ob eine Behandlung zu Ihren Beschwerden passt, verständlich erklärt und ihr Verlauf regelmäßig überprüft wird.
Meine therapeutische Arbeit verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit klinischer Erfahrung und Ihren individuellen Bedürfnissen. Für die Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen orientiere ich mich an der aktuellen S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung.
Die Leitlinie empfiehlt bei Erwachsenen vorrangig eine traumafokussierte Psychotherapie. EMDR gehört zu den Verfahren, die aufgrund belastbarer wissenschaftlicher Befunde empfohlen werden.
Eine solche Empfehlung bezieht sich auf bestimmte Beschwerden und untersuchte Vorgehensweisen. Sie bedeutet weder, dass jede Anwendung von EMDR gleichermaßen untersucht ist, noch dass ein Behandlungserfolg im Einzelfall garantiert werden kann.
Wenn ergänzende Techniken eingesetzt werden, müssen ihr Zweck, ihre fachliche Begründung und ihre Grenzen nachvollziehbar sein. Neue oder modifizierte Vorgehensweisen besitzen nicht automatisch denselben wissenschaftlichen Nachweis wie etablierte Behandlungsprotokolle.
Am Anfang steht die Frage, welche Unterstützung für Ihre Situation geeignet ist. Dazu werden Ihre Beschwerden, deren Entwicklung, bisherige Behandlungen und Ihre aktuelle Lebenssituation betrachtet. Ebenso wichtig sind vorhandene Ressourcen, persönliche Ziele und mögliche zusätzliche Erkrankungen.
Standardisierte Fragebögen können die diagnostische Einschätzung ergänzen. Sie ersetzen nicht das persönliche Gespräch und die fachliche Gesamtbeurteilung.
Auf dieser Grundlage wird gemeinsam geplant, welche Ziele verfolgt werden und welches Vorgehen sinnvoll ist. Dabei wird auch geprüft, ob die ambulante Behandlung in meiner Praxis einen geeigneten Rahmen bietet oder zusätzliche fachärztliche beziehungsweise andere Unterstützung erforderlich ist.
Sie sollen verstehen können, weshalb eine bestimmte Behandlung vorgeschlagen wird. Dazu gehören Informationen über:
Ihre Wünsche und bisherigen Erfahrungen fließen in die Entscheidung ein. Sie dürfen Fragen stellen, Bedenken äußern und einer vorgeschlagenen Intervention widersprechen.
Eine Einwilligung ist kein einmaliger formaler Schritt. Auch während der Behandlung bleibt Raum, das Vorgehen erneut zu besprechen und anzupassen.
Traumatische Erinnerungen werden in einem gemeinsam vereinbarten therapeutischen Rahmen bearbeitet. Dabei werden Ihre aktuelle Belastung, Ihre Orientierung in der Gegenwart und Ihre Möglichkeiten zur Regulation berücksichtigt.
Vorbereitung und stabilisierende Unterstützung werden individuell abgestimmt. Eine längere eigenständige Stabilisierungsphase ist nicht für alle Erwachsenen mit einer PTBS erforderlich. Ebenso wenig lässt sich der passende Beginn einer Erinnerungsbearbeitung allein aus einem einzelnen Belastungswert ableiten.
Zur Qualität gehört, zwischen einer erwartbaren vorübergehenden Belastung und einer problematischen Verschlechterung zu unterscheiden. Zunehmende Beschwerden, starke Überforderung oder Schwierigkeiten zwischen den Sitzungen sollen deshalb offen angesprochen und bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.
Meine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Psychotraumatologie, Traumatherapie und EMDR. Fachspezifische Fortbildung, Supervision und die kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsergebnissen dienen dazu, therapeutische Entscheidungen zu reflektieren und das eigene Vorgehen weiterzuentwickeln.
Ich verfüge über das European Certificate of Psychotherapy (ECP) der European Association for Psychotherapy. Es ist ein ergänzender Qualifikationsnachweis für eine psychotherapeutische Ausbildung nach den Standards dieses europäischen Fachverbandes. Diese Standards berücksichtigen unter anderem Theorie, Selbsterfahrung, praktische Ausbildung und Supervision.
Das ECP ist von der jeweiligen nationalen Berechtigung zur Ausübung von Psychotherapie zu unterscheiden. Es ersetzt diese nicht und ist auch kein Wirksamkeitsnachweis für einzelne Behandlungsmethoden.
Eine Behandlung soll nicht nur fachlich begründet beginnen, sondern auch im Verlauf überprüft werden. Dabei geht es beispielsweise um folgende Fragen:
Ihre Rückmeldung ist dafür wesentlich. Ergänzend können standardisierte Instrumente eingesetzt werden, um Veränderungen systematisch zu erfassen.
Eine tragfähige Zusammenarbeit braucht einen respektvollen Umgang und klare Absprachen. Dazu gehören Vertraulichkeit, ein verantwortungsvoller Umgang mit persönlichen Informationen und die Achtung Ihrer Selbstbestimmung.
Sie müssen keine bestimmte Reaktion zeigen und dürfen mitteilen, wenn Sie sich unverstanden, unter Druck gesetzt oder mit einer Intervention unwohl fühlen. Solche Rückmeldungen sind wichtig, um die Zusammenarbeit zu überprüfen.
Zu einem verantwortungsvollen Vorgehen gehört außerdem, die eigenen fachlichen und organisatorischen Grenzen zu erkennen und bei Bedarf andere Versorgungsangebote einzubeziehen.
Unabhängig davon, für welche Praxis Sie sich entscheiden, dürfen Sie nachfragen:
Gute psychotherapeutische Arbeit soll fachlich begründet, verständlich und überprüfbar sein.
Sie braucht realistische Erwartungen und die Bereitschaft, Entscheidungen im Verlauf gemeinsam zu überdenken
|
|
|
|