Ein besonderer Schwerpunkt meiner therapeutischen Arbeit liegt in der Behandlung von Bindungs- und Entwicklungstraumatisierungen mit der EMDR-Therapie.
Diese Form früher Traumatisierung entsteht häufig nicht durch einzelne, klar abgrenzbare Ereignisse, sondern durch
Viele dieser Erfahrungen werden nicht bewusst erinnert, da sie in einer Lebensphase stattgefunden haben, in der Sprache, Reflexionsfähigkeit und bewusste Erinnerung noch nicht vollständig entwickelt waren.
Dennoch werden sie im Nervensystem gespeichert und beeinflussen nachhaltig das emotionale Erleben, das Selbstbild und die Art, wie Beziehungen erlebt und gestaltet werden.
Im späteren Leben zeigen sich Bindungs- und Entwicklungstraumatisierungen daher häufig nicht in Form klassischern Traumaerinnerungen, sondern durch tief verankerte negative Überzeugungen über die eigene Person.
Betroffene berichten oft über
Hinzu kommen häufig
Viele Patientinnen und Patienten haben bereits therapeutische Erfahrungen gemacht, ohne dass sich diese grundlegenden Muster nachhaltig verändert haben.
Die EMDR-Therapie setzt genau an diesen tief liegenden Ebenen an. Sie unterstützt das Gehirn dabei, belastende Erfahrungen nachträglich zu verarbeiten und neu zu integrieren.
Mithilfe gezielter bilateraler Stimulation werden blockierte Verarbeitungsprozesse wieder angeregt. Dadurch können sich emotionale Reaktionen, Körperempfindungen, innere Bilder und negative Selbstüberzeugungen schrittweise verändern und an Intensität verlieren.
Bei Bindungs- und Entwicklungstraumatisierungen erfolgt die EMDR-Behandlung besonders strukturiert und behutsam.
Der therapeutische Prozess beginnt in der Regel mit dem Aufbau von Stabilität, innerer Sicherheit und der Fähigkeit zur Selbstregulation. Erst auf dieser Grundlage werden frühe belastende Beziehungserfahrungen gezielt bearbeitet. Das Tempo der Verarbeitung wird dabei individuell angepasst, um Überforderung zu vermeiden und einen sicheren therapeutischen Rahmen zu gewährleisten.
Ziel der EMDR-basierten Behandlung ist nicht die Linderung einzelner Symptome, sondern eine nachhaltige Veränderung des inneren Erlebens.
Viele Patientinnen und Patienten berichten im Verlauf über mehr innere Ruhe, ein stabileres Selbstgefühl, eine verbesserte Affekttoleranz und neue Handlungsspielräume im Alltag und in Beziehungen.
|
|
|
|