Psychotherapie, Traumatherapie, Schlafmedizin
Psychotherapie, Traumatherapie, Schlafmedizin
EMDR Praxis Ewa Katarzyna Budna (B.A.)
 EMDR Praxis Ewa Katarzyna Budna (B.A.)  

Psychotherapie

Begriffserklärung: Psychotherapie

 

Die Psychotherapie spielt eine äußerst wichtige Rolle in der Behandlung von psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen. Sie ist ein bewusster, geplanter Prozess zwischen Patienten und Psychotherapeuten, um psychisches Leid zu lindern bzw. zu heilen, seelische sowie zwischenmenschliche Konflikte zu bewältigen und um Verhaltensstörungen zu beeinflussen.

 

Die Psychotherapie arbeitet mit psychologischen Mitteln, die im Erleben und Verhalten ihren Ansatzpunkt haben, im Mittelpunkt steht die verbale und nonverbale Kommunikation. Das Ziel der meisten psychotherapeutischen Verfahren mit kommunikativen und/oder übenden Techniken besteht darin, dem Patienten Strategien zur Bewältigung von Problemen aufzuzeigen, ihm Handlungskompetenz zu vermitteln und sein Selbstvertrauen aufzubauen.

Das Grundprinzip ist vereinfacht ausgedrückt die Behandlung der Patienten durch Gespräche oder Übungen.

 

Wann ist Psychotherapie hilfreich?

Es gibt zahlreiche Gründe, eine Psychotherapie in Erwägung zu ziehen: von scheinbar unüberwindbaren Schicksalsschlägen bis hin zu schweren psychischen Störungen. Wichtig wird die therapeutische Hilfe vor allem dann, wenn man selbst innerhalb eines sozialen Netzes nicht mehr in der Lage ist, das Problem zu bewältigen und dabei den Alltag aufrechtzuerhalten.

 

Dies gilt insbesondere dann, wenn die Probleme oder Beschwerden schon über einen längeren Zeitraum bestehen oder sich verschlimmern.

 

Die Frage, ob und wann letztendlich eine Psychotherapie angezeigt ist, sollte man gemeinsam mit einem Psychiater und Psychotherapeuten sowie mit dem Hausarzt klären. Manchmal sind psychische Erkrankungen für Betroffene oder Angehörige nicht einfach zu erkennen.

 

Professionellen Rat sollte man beispielsweise einholen

  • wenn man seelische Veränderungen an sich bemerkt, für die es keine ausreichende Erklärung gibt, man sich anders fühlt als sonst, wenn man das Gefühl hat sich nicht wieder zu erkennen,

 

  • wenn man unter Konzentrationsstörungen leidet, Störungen des gewohnten Gedankenflusses bemerkt oder zunehmende Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Studiums, des Berufs oder des Alltags hat,

 

  • wenn man sich von anderen Menschen zurückzieht und ihnen gegenüber ein vermehrtes Misstrauen aufbaut,

 

  • wenn Stimmungsschwankungen, Aggressionen und Gereiztheit über einen längeren Zeitraum anhalten,

 

  • wenn die persönlichen Lebensumstände, Probleme und Sorgen oder ein allgemein schlechtes Befinden so überwältigend zu sein scheinen und die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten so begrenzt und man das Gefühl hat, die Lebensaufgaben nicht mehr aus eigener Kraft schaffen zu können,

 

  • wenn Ängste und Sorgen das Leben bestimmen, in manchen Lebenssituationen Beklemmung auftritt, man die Aktivitäten deswegen einschränkt oder diese nur noch unter großer Anstrengung und mit großen Ängsten ausübt,

 

  • wenn man länger unter Schlafstörungen oder körperlichen Beschwerden leidet, für die keine organische Ursache gefunden werden kann.

 

  • wenn man länger sehr viel Alkohol trinkt und auf den Alkoholgenuss nicht verzichten kann, auch wenn man sich dadurch in berufliche oder private Probleme bringt und die Bewältigung des Alltages erschwert ist.

 

Professionelle Hilfe nicht herauszögern

 

Manche Menschen scheuen sich davor, bei psychischen Problemen professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für viele Menschen ist der Schritt zu einem Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie oder einem Psychotherapeuten zu gehen mit Vorurteilen und Ängsten verbunden, aber auch mit dem Gefühl persönlich versagt zu haben. Viele Menschen neigen dazu, sich für ihren Zustand selber die Schuld zu geben und sind davon überzeugt, ihre Probleme doch aus eigener Kraft bewältigen zu können.

Man sollte jedoch selbst bei gelegentlichen, aber wiederkehrenden seelischen Störungen eine professionelle Beratung nicht herauszögern. Unbehandelte psychische Erkrankungen bzw. Störungen  können leicht eine negative Eigendynamik entwickeln, weitere Gesundheitsprobleme auslösen und es in der Folge noch schwerer machen, die Störung zu überwinden.

 

Voraussetzung: Eigene Bereitschaft

 Ein wichtiger Aspekt für eine erfolgreiche Therapie ist, dass man ernsthaft dazu bereit ist, sich mit seinen Problemen über einen längeren Zeitraum auseinanderzusetzen und für deren Lösung mit einem Therapeuten zusammenzuarbeiten.

 

In der Medizin spricht man von der „Compliance“ des Patienten als Oberbegriff für sein kooperatives Verhalten im Rahmen der Therapie. Voraussetzung für eine gute Patienten-Compliance ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Patient und PsychotherapeutIn.

Damit eine ambulante Behandlung erfolgreich durchgeführt werden kann, muss zudem auch (noch) ein Mindestmaß psychischer Stabilität und Belastbarkeit gegeben sein. Andernfalls kann eine vorgeschaltete stationäre psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung von Vorteil oder gar unumgänglich sein (z.B. bei Suizidgefahr).

 

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